Wir spielen uns nicht als etwas auf, das wir nicht sind. Wir sind keine Jäger, und die Jagd ist nicht unser Fachgebiet. Aber wir sind ein Team, das genau wissen will, was es verkauft - deshalb haben wir die HIKMICRO-Wärmebildgeräte, die wir auf Lager haben, genommen, sind bei Dunkelheit losgezogen und haben den Abend mit Vergleichen verbracht. Alle Aufnahmen in diesem Artikel stammen von uns selbst: derselbe Ort, dieselbe Szene, unterschiedliche Geräte und unterschiedliche Farbpaletten. Und weil wir Glück hatten, gibt es in der Galerie auch ein paar nächtliche Begegnungen mit Wildtieren.

1. Was wir verglichen haben
In den Vergleich flossen sechs tragbare Monokulare der Serie Lynx 3.0 ein - LE10, LE15, LH15, LH19, LQ35 und LQ35L - sowie zwei Wärmebildzielfernrohre Neos NE25 und Neos NH25L. Das klingt nach einer feinen Abstufung innerhalb einer Serie, aber die Unterschiede zwischen den einzelnen Modellen sind im Gelände auf den ersten Blick sichtbar.
| Modell | Typ | Sensor | Optische Vergrößerung | Erfassungsreichweite | Anmerkung | Foto |
|---|---|---|---|---|---|---|
| Lynx LE10 3.0 | Monokular | 256 × 192 px | 1,4× | 500 m | Einstiegsklasse, Festfokus | ![]() |
| Lynx LE15 3.0 | Monokular | 256 × 192 px | 2,2× | 750 m | Einstiegsklasse, Festfokus | ![]() |
| Lynx LH15 3.0 | Monokular | 320 × 240 px | 2,2× | 750 m | Mittelklasse, Festfokus | ![]() |
| Lynx LH19 3.0 | Monokular | 384 × 288 px | 1,9× | 900 m | Mittelklasse, manuelle Fokussierung | ![]() |
| Lynx LQ35 3.0 | Monokular | 640 × 512 px | 1,9× | 1 800 m | Gehobene Klasse, manuelle Fokussierung | ![]() |
| Lynx LQ35L 3.0 | Monokular | 640 × 512 px | 1,9× | 1 800 m | Gehobene Klasse, Laser-Entfernungsmesser | ![]() |
| Neos NE25 | Zielfernrohr | 256 × 192 px | 3,5× | 1 200 m | Einstiegs-Zielfernrohr | ![]() |
| Neos NH25L | Zielfernrohr | 320 × 240 px | 3,5× | 1 200 m | Entfernungsmesser + ballistische Berechnung | ![]() |
Tipp: So verstehen Sie die Lynx-Modellbezeichnungen
Der Buchstabe nach dem L gibt die Sensorklasse an (LE < LH < LQ - je weiter hinten im Alphabet, desto besser das Bild), die Zahl steht für die Brennweite des Objektivs (kleine Zahl = weiter Blickwinkel für den Wald, große Zahl = Reichweite über offene Felder), und ein L am Ende bedeutet einen eingebauten Laser-Entfernungsmesser.
2. Monokular oder Zielfernrohr? Am besten beides
Die wichtigste Erkenntnis des ganzen Abends betraf nicht die Megapixel, sondern die Ergonomie. Ein tragbares Beobachtungsmonokular ist beim Absuchen der Landschaft ein völlig natürliches Werkzeug - man hebt es wie ein Fernglas ans Auge und "überfliegt" den gesamten Horizont in wenigen Sekunden. Beim Zielfernrohr ist das eine ganz andere Disziplin: Damit die Umgebung abzusuchen ist unbequem und langsam, denn es ist für etwas anderes gebaut - für die präzise Beobachtung eines einzelnen, konkreten Punkts.
In einer idealen Welt ergibt daher die Kombination beider Geräte Sinn. Ruhig ein günstigeres Monokular für die schnelle Kontrolle der Umgebung, und sobald man weiß, wohin man schauen muss, kommt ein Wärmebildzielfernrohr mit ordentlichem Zoom zum Einsatz. Genau so funktioniert im Übrigen die Praxis beim Ansitz - und nach einem Abend im Gelände verstehen wir auch, warum.

3. Bildqualität: je teurer, desto besser - und man sieht es
Über Wärmebildgeräte wird manchmal gesagt, die Papierwerte seien reines Marketing. Nach unserem Vergleich können wir das Gegenteil bestätigen: Der Unterschied zwischen dem Einstiegssensor mit 256 × 192 px und dem Spitzenmodell mit 640 × 512 px ist sofort erkennbar. Der Einstiegs-LE10 zeigt lediglich, dass "dort etwas Warmes ist", während der LQ35 eine Silhouette so klar zeichnet, dass man ohne Nachdenken erkennt, was man vor sich hat. Hier gilt schlicht: Mit dem Preis steigt auch die Bildqualität, und auf unseren Vergleichsaufnahmen sehen Sie das selbst.

Was uns ehrlich überrascht hat: Jedes Monokular hat eine andere optische Grundvergrößerung. Das ist kein Fehler, sondern die Folge unterschiedlicher Objektive - der LE10 mit kurzem Objektiv beginnt bei 1,4× und bietet einen weiten Blickwinkel für den Wald, Modelle mit längerem Glas beginnen höher und "reichen" weiter über offene Felder. Bei der Wahl lohnt es sich daher, zu überlegen, wo Sie das Gerät einsetzen werden, denn im Gegensatz zum Digitalzoom ist die Grundvergrößerung bei jedem Modell fest verbaut.
Und der Digitalzoom? Bei Wärmebildgeräten dient er eher dazu, Details ausfindig zu machen, als eine echte Annäherung zu bieten. Das Bild verliert dabei erwartungsgemäß an Qualität - das war zu erwarten und gilt für alle Modelle gleichermaßen. Je besser der Sensor, desto länger bleibt das gezoomte Bild brauchbar.
Die höherwertigen Modelle (ab dem LH19 aufwärts) können zudem manuell auf verschiedene Entfernungen fokussieren. Das klingt nach einer Kleinigkeit, ist in der Praxis aber eine großartige Funktion - Sie können die Szene genau dort scharfstellen, wo Sie sie brauchen, was die Festobjektive der Einstiegsmodelle nicht ermöglichen.

4. Entfernungsmesser: bei den Topmodellen ein echtes Highlight
Einen Laser-Entfernungsmesser besitzen aus unserer Auswahl zwei Geräte: das Monokular Lynx LQ35L 3.0 und das Zielfernrohr Neos NH25L. Beim Topmodell haben wir die Entfernungsmessung regelrecht ins Herz geschlossen - sie ist schnell, präzise und intuitiv: Sie zielen, drücken den Knopf, und auf dem Display erscheint die Entfernung zum Ziel bis zu 1.000 Meter, auf den Meter genau. Beim Zielfernrohr NH25L dient die gemessene Entfernung zudem als Eingabe für die ballistische Berechnung, sodass das Schätzen der Korrektur entfällt.

5. Umgang mit Aufnahmen: schneller als erwartet
Alle Geräte können fotografieren und Videos aufnehmen, sodass das Vergleichsmaterial für diesen Artikel direkt darauf entstanden ist. Die Datenübertragung ist einfach und funktioniert auf zwei Wegen. Entweder schalten Sie das Gerät ein und verbinden es per USB-C-Kabel mit dem Computer, wo es als gewöhnlicher Speicher erscheint, oder Sie verbinden sich per WLAN über die mobile App HIKMICRO Sight mit dem Smartphone - Sie sehen, was gespeichert ist, und laden es direkt aufs Telefon herunter. Beides funktioniert auf Anhieb und ist wirklich schnell.

6. Was wir selbst nicht getestet haben (und was der Hersteller angibt)
Um fair zu bleiben: Die folgenden Punkte haben wir im Rahmen eines einzigen Abends nicht eingehend überprüft, daher stützen wir uns hier auf die offiziellen Angaben des Herstellers und der Händler. Die Monokulare der Lynx 3.0 schalten sich innerhalb von zwei Sekunden ein, verfügen über die Schutzklasse IP67, eingebauten Speicher, WLAN und je nach Modell eine Laufzeit von rund fünf bis sechs Stunden pro Wechselakku.
Die Neos-Zielfernrohre sind für einen Rückstoß von bis zu 6.000 J ausgelegt, kombinieren einen eingebauten und einen wechselbaren Akku mit einer Laufzeit von rund zehn Stunden und können bei einem Schuss automatisch eine Aufnahme starten. Das Modell NH25L ergänzt dies um eine ballistische Berechnung und mehrere Einschießprofile, sodass eine einzige Optik auf mehreren Waffen verwendet werden kann.
In unserem Angebot vertritt das Schwestermodell Neos NH35L die Neos-Reihe - dasselbe Konzept inklusive Entfernungsmesser und Ballistik, nur mit einem längeren 35-mm-Objektiv, das bis zu 1.800 Meter erfasst.
7. Wem wir was empfehlen würden
- Ich möchte es ausprobieren, ohne mich zu ruinieren: Lynx LE10 3.0 oder LE15 3.0 - ein solider Einstieg in die Wärmebildtechnik für kürzere Distanzen und den Wald.
- Allrounder für die Beobachtung: Lynx LH19 3.0 - empfindlicher Sensor, manuelle Fokussierung und ein vernünftiger Kompromiss zwischen Blickwinkel und Reichweite.
- Bestes Bild ohne Kompromisse: Lynx LQ35 3.0, eventuell LQ35L 3.0 mit Laser-Entfernungsmesser.
- Wärmebildtechnik für die Waffe: Neos NE25 als erschwinglicher Einstieg, Neos NH25L mit Entfernungsmesser und Ballistik für alle, die mehr wollen (bei uns auf Lager: das Schwestermodell Neos NH35L). Und idealerweise dazu ein günstigeres Monokular zum Absuchen.
Fazit
Wärmebildgeräte sind längst kein Spielzeug mehr für einen kleinen, auserwählten Kreis, und die HIKMICRO-Reihe zeigt das schön abgestuft: von handlichen Modellen, die selbst einem absoluten Einsteiger das Leben in der Landschaft zeigen, bis hin zu Geräten, mit denen Sie die Wildart auf hunderte Meter erkennen. Alle Geräte aus diesem Artikel hatten wir tatsächlich in den Händen, und die Fotos in der Galerie entstanden an einem einzigen Abend im Gelände - genau so, wie Sie sie selbst einsetzen würden.
Das komplette Angebot finden Sie in den Kategorien Handheld-Wärmebildkameras und Wärmebildgeräte, Zielfernrohre und Aufsteckvorrichtungen. Alles auf Lager, ohne unnötiges Warten.
Hikmicro Neos NE25












